Unkraut = ungewolltes Kraut

Bei dieser Frage gehen die Meinungen der Gärtnersleut so weit auseinander, dass man schon fast darüber lachen könnte. Was ist eigentlich Unkraut? Aus Sicht des Zier- und Nutzpflanzengärtners thistle-1348904_640handelt es sich bei diesen Pflanzen um nutzloses Kraut, das nichts, aber auch gar nichts in den gehegten und gepflegten Beeten zu suchen hat. Aus Sicht der Kräuterkundigen sind es Heil- und Nutzpflanzen, die ihre Berechtigung sowohl in heilenden und wohlschmeckenden Tees, aber auch in dem einen oder anderen Salat finden können.
Dennoch steht für die meisten Gärtner und Gartenbesitzer fest, dass sie diese Kräuter nicht in ihren Beeten sehen wollen. Eigentlich schade, aber jedem das Seine!

Wege zum Unkrautfreien Beet

Viele Wege führen nach Rom. Und viele Optionen gibt es, um während der gesamten Wachstumsperiode einen unkrautfreien Garten vorweisen zu können.
Die unliebsamste Methode ist sicherlich das regelmäßige Unkrautzupfen. Je nach Witterungslage und Pflanzenbewuchs des Beetes kann dies eine schweißtreibende Angelegenheit sein, bei der man sich auch den wohlwollensten Helfer vergrault.

Doch für gewöhnlich sollte man meinen, dass wenn man erst einmal alles heraus gepuhlt hat, dass dann auch Ruhe herrscht. Leider ist dem nicht so. Denn Gewächse wie Giersch, Quendel, Hirtentäschel und natürlich Disteln vermehren sich zum einen durch Saat, die durch die Luft ihren neuen Standort findet, aber auch durch Kriechwurzeln vermehren. Das bedeutet aber leider, dass man vermeintlich alle Wurzeln entfernt hat. Bleibt aber nur ein winziges Stückchen davon im Boden zurück, so können sie ungehindert weiterwachsen. Wer ein Beet vollkommen neu anlegt, kann dem Unkraut übrigens mit dem Unkrautvlies vorbeugen. Dies verhindert den Wuchs des Unkrautes relativ zuverlässig.

Das Mulchen

Ist der Boden erst einmal vollkommen unkrautfrei, so kann nachgeholfen werden, dass es auch so bleibt. Mit Stroh oder Grasschnitt, auf Zierbeeten auch gerne mit groben Rindenmulch, kann die freie Erde vollständig bedeckt werden. Dies hat gleich zwei Vorteile: Zum einen wird Unkraut am schnellen Wachsen bzw. am Wachsen allgemein gehindert. Zum anderen kann der Boden auf diese Weise viel länger die Flüssigkeit halten. Ganz nebenbei gibt der Mulch noch Nährstoffe an den Boden ab, die den Pflanzen beim Wachstum unterstützen können.

Auch kochendes Wasser lässt sich zum Vertreiben von ungewünschten Pflanzen einsetzen. Die Pflanzenreste sollten nach dem Abtrocknen vernichtet werden. Genauso verhält es sich auch mit Sämereien. Damit diese nicht am Ende der Blüte durch die Lüfte an den Boden weitergegeben werden, sollten sie schnellstmöglichst nach dem Verwelken bzw. der Bildung des Saatgutes abgeknipst und in der Biotonne entsorgt werden. Der Kompost ist hierfür der falsche Ort.

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