Die Zwangsversteigerung

Es kann jeden treffen, der sein Haus mithilfe der Bank errichtet hat. Und wer hat das nicht. Die Kosten für das neue Einfamilienhaus sind so exorbitant, egal wo es district-court-555807_640errichtet wird, dass kaum jemand, der Normalverdiener ist, diese aus eigener Kraft stemmen kann. Irgendeine Finanzierung hängt immer am Hausbau dran. Das hat zur Folge, dass über Jahre und Jahrzehnte die Bank der Eigentümer des Objektes ist.

Und dass sich der Häuslebesitzer permanent verschuldet. Die Finanzierung für den Bau einer Immobilie, natürlich auch für den Kauf, richtet sich immer danach, welche Gegebenheiten beim künftigen Hauseigentümer vorhanden sind. Lebt er allein oder in Partnerschaft, hat er Kinder, hat er Sicherheiten, hat er eine feste Arbeit usw. Dementsprechend schätzt die Bank das Risiko eines Kreditausfalls ein bemisst danach die Zinsen.

Wenn die Bank zu der Entscheidung gekommen ist, dass der Kunde würdig ist, von ihr einen Kredit zu bekommen, betrifft das immer nur die aktuelle Situation. Sie kann nicht wissen, was mit dem Einkommen, der Gesundheit, der Familienplanung und den sonstigen Lebensumständen des Kreditnehmers in Zukunft geschehen wird.

Die Bank besichert den Kredit

Deshalb werden Immobilienkredite nur zusammen mit einer Besicherung vergeben. Die Bank sichert sich durch Eintragung im Grundbuch, dass, wenn ein endgültiger Zahlungsausfall vorhanden ist, sie die Immobilie zu Geld machen kann. Das geschieht normalerweise im Wege der Zwangsversteigerung. Der Schuldner erhält darüber eine Mitteilung. Die Zwangsversteigerung selbst wird beim Amtsgericht durchgeführt, in dessen Amtsgerichtsbezirke die Immobilie liegt.

Sie wird rechtzeitig beim Amtsgericht durch Aushang bekannt gemacht. Auch liegen die Unterlagen über das zu versteigernde Objekt beim Amtsgericht vor. Insbesondere Wertgutachten, Fotos, Baupläne und andere, für die Entscheidung eines Käufers notwendigen Papiere. Jeder interessierte Käufer kann sich über die Immobilie informieren. Zweckmäßig ist es immer, mit dem bisherigen Besitzer einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Ohne eine Besichtigung sollte keine Immobilie gekauft werden.

Die Zwangsversteigerung an sich

Ist der Termin herangekommen, werden alle potentiellen Interessenten, die sich zuvor beim Amtsgericht gemeldet haben, in den Versteigerungsraum gebeten. Hier können sie Ihre Gebote abgeben. Auch der bisherige Besitzer kann mitsteigern. Der Meistbietende erhält den Zuschlag. Er ist ab diesem Moment berechtigt, die grundbuchliche Änderung der Eigentumsverhältnisse zu beantragen.

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